Schattenwelt

Deutschland 2008, Spielfilm, 92' | Regie Connie Walther | Buch Uli Hermann, Connie Walther | Bildgestaltung Birgit Gudjonsdottir | Schnitt Karen Lönnecker | Ton Bernhard Joest-Däberitz | Darsteller_innen Franziska Petri, Ulrich Uwe Kockisch, Tatja Seibt, Eva Mattes, Christoph Bach, Mehdi Nebbou, Mehdi Nebbou, Gottfried Breitfuß, Rino Zepf | Verleih Salzgeber

Synopsis

Widmer (Ulrich Noethen) wird entlassen, nach mehr als 20 Jahren Gefängnis. Er war ein führendes Mitglied der Roten Armee Fraktion. Seine Beteiligung an der Ermordung eines Bankpräsidenten und seines zufällig anwesenden Gärtners konnte ihm über die Aussage einer Kronzeugin – seiner damaligen Lebensgefährtin und Mutter seines inzwischen erwachsenen Sohnes – nachgewiesen werden. Zweifel daran bleiben aber bis heute bestehen. Nun versucht Widmer sein Leben draußen in den Griff zu bekommen. Valerie (Franziska Petri) ist seine Nachbarin in einem unauffälligen Freiburger Mietkomplex. Sie hat eine harte Zeit hinter sich. Das Sorgerecht für ihren Sohn wurde ihr entzogen, sie jobbt in einem „Russenmarkt“. Widmer fühlt sich hingezogen zu der jungen Frau. Sie wird eine Art Vertraute für ihn. Doch sie birgt ein Geheimnis. Die Idee zu Schattenwelt stammt von Uli Herrmann, Redaktionsleiter des SWR-Tatorts, der auch das Drehbuch verfasste. Obwohl die Handlung fiktiv ist orientiert sie sich an den realen Geschehnissen um den missglückten Entführungsversuch an Jürgen Ponto, damals Vorstandsvorsitzender der Dresdner Bank. An der Entstehung des Films wirkte der ehemalige RAF-Terrorist Peter-Jürgen Boock mit. Schattenwelt bildet nicht einfach nur die Vergangenheit ab, sondern stellt explizit die Frage nach den Folgen terroristischer Gewaltakte, und unterscheidet sich allein dadurch von dem etwa zeitgleich entstandenen Baader-Meinhof-Komplex von Uli Edel.

Biographie

Connie Walther wurde 1962 geboren. Nach dem Abitur studierte sie Soziologie und Spanisch, wechselte dann zur Fotografie und absolvierte eine Ausbildung als Werbefotografin. Anschließend sammelte sie praktische Erfahrungen als Beleuchterin sowie als Produktions- und Regieassistentin bei Wolfgang Becker, Dominik Graf u.a. Es folgte ein Studium der Regie an der dffb Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin, wo sie 1996 ihren als beste Examensarbeit von der Deutschen Filmakademie ausgezeichneten Abschlussfilm Das erste Mal drehte. Im Jahr 2001 konnte Walther mit ihrem Kinodebüt Wie Feuer und Flamme nationale und internationale Erfolge feiern.

Connie Walther
Deutschland
2008
Spielfilm
2009
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