Saute ma ville

Belgien 1968, Experimentalfilm, 13' | Regie, Buch, Darstellerin, Produktion Chantal Akerman | Bildgestaltung René Fruchter | Schnitt Geneviève Luciani | Ton Patrice

Synopsis

„Es gibt mehrere Arten Sprengstoff herzustellen, diese hier basiert auf dem Prinzip der Kompression in einem zu engen, zu starren Raum … Wir befinden uns schließlich im Jahr 68, oder?“ Jean-Michel Frodon Eine junge Frau (die 18-jährige Chantal Akerman) kommt fröhlich singend nach Hause. Sie kocht, sie isst, sie dichtet Küchentür und -fenster hermetisch ab. Dann beginnt sie, die Küche in ein Schlachtfeld zu verwandeln – mit explosivem Ausgang ..... Chantal Akerman nutzt in ihrem Kurzfilmdebüt akustische und gestische Stilmittel, um ihrer Figur das Leiden unter einem nicht klar werdenden Druck zu verleihen. Saute ma ville ist gleichzeitig gewaltsam und komisch. Saute ma ville ist Teil des Kurzfilmprogramms Performanz der Körper Feministische Avantgarde 60er/70er Jahre.

Biographie

Ihr Studium an der belgischen Filmhochschule brach Chantal Akerman nach wenigen Monaten ab und ging 1968 nach Paris. Ihre frühen Kurzfilme sind von der Nouvelle Vague sowie amerikanischen Experimentalfilmern wie Stan Brakhage, Michael Snow und Jonas Mekas beinflusst. Akerman realisierte bis heute mehr als 40 Filme, die oft Frauenporträts und feministische Themen zum Gegenstand haben.

Chantal Akerman
Belgien
1968
Experimentalfilm, Kurzfilm
2009
Fokus: Freiheit