Return

USA 2011, Spielfilm, 97’ | Regie, Buch Liza Johnson | Bildgestaltung Anne Etheridge | Schnitt Paul Zucker, Affonso Goncalves | Ton Chen Harpaz | Musik T. Griffin | Darsteller_innen Linda Cardellini, Michael Shannon, John Slattery u.a. | Produzenten Noah Harlan, Ben Howe | Weltvertrieb REZO

»Bei all meinen Arbeiten interessiert mich die andauernde Gegenwart in der Atmosphäre und der Struktur des Alltags. Deshalb lasse ich Kellis Geschichte dann spielen, als sie von ihrem Militäreinsatz nach Hause kommt. ... Ich dachte, für Return wäre es interessanter, von der Stumpfheit zu erzählen, nach der sich eine Krise anfühlt, wenn sie sich im täglichen Leben niederschlägt. ... Return ist keine politische Erörterung, zumindest keine in der Pro- und Contra-Polemik, die die politische Diskussion in Amerika beherrscht. Der Film fällt kein moralisches Urteil über Krieg oder Heimat – er bewegt sich auf einem Grat, der solche Urteile erschwert oder zumindest unerheblich macht. Stattdessen fordert er Empathie mit einer Frau in einer Extremsituation, verortet in einer bestimmten Gemeinschaft, an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit.«
Liza Johnson

Zurück von einem Militäreinsatz, kann Kelli es kaum erwarten, ihr altes Leben im industrialisierten »Rust-Belt« der USA aufzunehmen, wo sie immer gelebt hat. Sie freut sich auf den Teppich unter ihren nackten Füssen, den Geruch ihres Babys, ihre Arbeit am Gabelstapler. Doch das Leben, das sie zurückgelassen hatte, hat seinen Reiz verloren. Der Alltag ist für sie banal und schwierig zugleich. Nirgendwo findet sie Anzeichen des Krieges, den sie gekämpft hat und ob es Sinn macht, wo sie gewesen ist und warum. Die Interessen der Freunde erscheinen ihr läppisch, ihre Kinder verlangen mehr Aufmerksamkeit, als sie ihnen geben kann und ihr Mann will – wenn überhaupt – seine alte Frau zurück. Kelli rutscht an den Rand und sucht verzweifelt einen Weg in die Zukunft.
Das Festival zeigt #Return als deutsche Erstaufführung.

 

Biografie
Die Arbeiten der Künstlerin und Filmemacherin LIZA JOHNSON werden international in Galerien und Museen wie dem Museum of Modern Art oder dem Centre Pompidou ausgestellt und liefen unter anderem auf den Filmfestivals in New York, Berlin, Cannes oder Rotterdam. Johnson nahm am Künstlerprogramm des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und des Sundance Instituts teil und veröffentlichte eine Reihe von Artikeln und Interviews über Kunst und Film. Liza Johnson ist Professorin für Kunst am Williams College.

 

Filme von Liza Johnson (Auswahl)
In the Air 2009 | South of Ten 2006 | Desert Motel 2005 | Falling 2004 | Fernweh – The Opposite of Homesick 2000 | Giftwrap 1998

 

 

Liza Johnson
USA
2011
Spielfilm
2012
Debüt-Spielfilmwettbewerb